Aus kaputt mach ganz heißt es zweimal im Monat im SegensReich in Schöppenstedt. Das Engagement des ehrenamtlichen Teams wurde vom Land Niedersachsen nun mit über 3.000 Euro gefördert. Genauer bekommt das Team um Janto Biedermann 3.555 Euro vom Niedersächsischen Ministerim für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für ihre Reparaturarbeiten.
Den Antrag angestoßen hatte Kerstin Hoffmann, Leiterin vom SegensReich. Sie hatte die Förderung des Landes Niedersachsens entdeckt. „Das ist eine Initiative vom Land, die neu entstehende Repaircafés fördert“, sagt Kerstin Hoffmann. Das Repaircafé ist erst im Frühjahr in das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dreieinigkeit in Schöppenstedt gezogen.

In diese Anforderung passt das Schöppenstedter Repaircafé perfekt hinein. Anfang Mai traf sich die Gruppe zum ersten Mal. Biedermann ist immer noch begeistert, wie beliebt die Gruppe schon zu Beginn war. „Beim ersten Mal standen direkt zehn Leute vor der Tür“, erzählt er.
Seitdem treffen sich die Tüftler und Leute mit zu reparierenden Gegenständen jeden ersten und dritten Dienstag im Monat im SegensReich. Dort reparieren sie mitunter kleine Elektronikgeräte, Spielzeug, Fahrräder, Kleinmöbel und Ähnliches. Damit will die Gruppe dabei helfen, dass Haushaltsgeräte nicht unnötigerweise ersetzt werden müssen. Das sei teuer und verursache Müll.
Dann wurde Hoffmann die Förderung aufmerksam. „Das war super unkompliziert“, erzählt sie. Der Antrag selbst sei unaufwändig ausfüllbar gewesen, das Land habe die Unterstützung schnell bewilligt. Von dem Geld will die Gruppe Geräte kaufen, die ihnen bei den Reparaturarbeiten helfen. Denn bei einigen Stücken kommen handelsübliche Werkzeugkästen an ihre Grenzen. Weitere Informationen und Termine hat das Café auf der eigenen Internetseite zusammengefasst.
Beitragsbild: Janto (links) initiierte das Repaircafé. Jetzt hilft mitunter Florian Kleiner (rechts), Dinge wie die Nähmaschine von Grete Lehmann wieder zum Laufen zu bekommen. Fotos: Sophie Weinmann